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Wärmenetze der 5. Generation

Kalte Nahwärmenetze sind auch unter dem Begriff Wärmenetze der 5. Generation bekannt. Auf dieser Seite erläutern wir, was Wärmenetze der 5. Generation auszeichnet.

Was sind Wärmenetze der 5. Generation?

Wärmenetze der 5. Generation sind Wärmenetze auf sehr geringem Temperaturniveau, welches erfordert, dass in den Gebäuden zusätzlich Wasser-Wasser-Wärmepumpen installiert werden. Diese dezentralen Wärmepumpen in jedem Gebäude heben die Wärme des Wärmenetzes auf die notwendige Vorlauftemperatur des Heizsystems. Der Begriff Wärmenetz 5. Generation resultiert aus der englischen Bezeichnung 5th generation district heating and cooling, oder kurz 5GDHC. 5GDHC-Netze bezeichnen in der internationalen Energieforschung Wärmenetze mit Vorlauftemperaturen nahe der Umgebungstemperatur und umfassen damit auch kalte Nahwärmenetze.

Was ist das besondere an der 5. Generation?

Die Bezeichnung Wärmenetz 5. Generation wird insbesondere dann verwendet, wenn ein hoher Anteil der angeschlossenen Gebäuden neben Wärme auch Kälte aus dem Netz beziehen. Gebäude, die Kälte beziehen, speisen gleichzeitig Wärme in das Netz ein. Sie sind also nicht nur Verbraucher (Consumer), sondern auch Erzeuger (Producer). Dies wird häufig mit dem Neologismus Prosumer bezeichnet. Wenn Prosumer an ein Wärmenetz der 5. Generation angeschlossenen sind, wird das Wärmenetz auch als bidirektional bezeichnet. Dies soll anzeigen, dass Energie sowohl vom Wärmenetz zum Gebäude als auch vom Gebäude in das Wärmenetz fließt.

Im nPro-Tool ist speziell zur Planung von Wärmenetzen der 5. Generation entwickelt worden und umfasst sowohl die Netzberechnung als auch Rohrdimensionierung.

Wärmenetze 5.0

Da im Deutschen der Begriff Wärmenetze 4.0 für Wärmenetze der 4. Generation in der deutschen Energieförderung weit verbreitet ist, wird in Analogie bei kalten Nahwärmenetzen vereinzelt auch von Wärmenetzen 5.0 gesprochen. Die Förderung von Wärmenetzen der 5. Generation erfolgt im Rahmen der Bundesförderung effizienter Wärmenetze (BEW) oder für kleine Netze (sogenannte Gebäudenetze) mit bis zu 16 angeschlossenen Gebäuden auch durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

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